Gehört dem Handel mit Futures die Zukunft?

Gehört dem Handel mit Futures die Zukunft?

Fast hat es den Anschein, als hätte das in der Form, in der wir es schon so lange kennen, ausgedient. An seine Stelle treten sogenannte Kryptowährungen wie der Bitcoin, Geld, was streng genommen nur in einer virtuellen Version existiert. Viele Experten sind sich sicher, dass es nicht mehr lange dauert, bis die Kryptowährung eine Art Weltwährung wird. El Salvador hat sie bereits als nationale Währung anerkannt.

Nicht nur die virtuelle Währung wird in der nahen Zukunft den Ton angeben, auch der Handel mit sogenannten Futures ist auf dem Weg, den klassischen Handel mit Aktien und Wertpapieren abzulösen. Was genau beinhaltet dieser neue Handel, der die Zukunft schon im Namen trägt? Wie hoch sind dabei die Renditen und wie hoch ist das Risiko, sehr viel Geld zu verlieren?

Was genau sind Futures eigentlich?

Ein Future ist ein Terminkontrakt, der immer zwischen zwei Partnern besteht. Die beiden Hauptkategorien dieser Futures sind die Terminkontrakte auf Wertpapiere, die auch Financial Futures genannt werden und die Kontrakte, bei denen es ausschließlich um Rohstoffe geht. Diese Form wird Commodity Futures genannt und sie wird, wie der Terminkontrakt mit Wertpapieren, von verschiedenen -Brokern angeboten. Bei einem solchen können die Trader Positionen auf verschiedene Börsenwerte abschließen.

Die Futures-Kontrakte

Trader, die noch neu im Geschäft sind, können mit den Futures für sich auch eine gewisse Absicherung erwerben, in diesem Fall wird von einem Hedging gesprochen. Die überwiegende Zahl der Anleger will mit den Futures aber einfach nur eine gute Rendite erzielen. Wichtig ist dabei die Umwandlung zu einem bestimmten Zeitpunkt in einen bestimmten Geldwert. Aus diesem Grund ist auch von Terminkontrakten die Rede, wenn es um dieses neue Finanzprodukt geht.

Wie wird gehandelt?

Wie beim klassischen Handel mit Aktien und Wertpapieren an der Börse werden Futures auch über einen Broker gehandelt. Der Trader, also derjenige, der mit Futures handeln will, macht dies heute bequem im und richtet bei einem der Online-Anbieter ein sogenanntes Depot ein. Da es eine Vielzahl von Brokern gibt, ist es wichtig, den Broker zu suchen, der die besten Konditionen bietet. Handeln mit Futures ist nicht allzu schwer. Wer mit Financial Futures handeln möchte, muss zunächst ein Konto eröffnen, wozu der Broker die Mailadresse und den Nutzernamen des Traders benötigt. Dieser wiederum sucht sich ein Passwort aus, klickt dann auf „Konto einrichten“ und schon ist das Konto eröffnet. Im zweiten Schritt folgt die Anmeldung, für die der Broker einige persönlichen Informationen braucht, anschließend wird das Ganze über ein sogenanntes Verifizierungsverfahren bestätigt. Alle, die viel in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, können es sich einfach machen und ihre Konten bei Facebook oder bei Google nutzen, um die gespeicherten Daten damit freizugeben.

Die erste Einzahlung

Wer sein Konto eröffnet hat, möchte natürlich auch gleich loslegen und handeln. Ganz so schnell geht es aber leider nicht, denn was jetzt noch fehlt, ist ein Guthaben. Viele Broker bieten ihren Tradern für die Einzahlung unterschiedlichen Möglichkeiten. Da gibt es die ganz klassische Überweisung vom Bankkonto, die Kreditkarte oder eine Einzahlung über einen Finanzdienstleister wie beispielsweise PayPal. Ist das Geld auf dem Konto des Brokers angekommen, dann darf endlich gehandelt werden. Hier gibt es ebenfalls verschiedene Optionen, wie etwa die allseits beliebten CFDs, möglich sind noch Futures auf den Dow Jones, den Deutschen Index DAX oder den Nikkei Index.

Was passiert beim Handel?

Alle, die mit Futures handeln wollen, müssen sich zunächst einmal auf den Basiswert konzentrieren, denn der ist von Bedeutung. Möchte jemand beispielsweise ein Future Kontrakt auf den amerikanischen Dow Jones kaufen, dann würde ein Indexpunkt einen Kontraktwert von 20 Euro haben. Angenommen der Dow Jones stünde bei 1000 Punkten, dann wäre dies ein Kontraktwert von 20.000 Euro. Bei einer Margin von fünf Prozent müsste der Trader also 1000 Euro einsetzen. Steigt der Dow Jones nur um 14 Punkte, dann hat der Trader 280,- Euro verdient, die seinem Konto gutgeschrieben werden.

Die Voraussetzung ist jedoch, dass der Dow Jones zum Zeitpunkt des genannten Termins tatsächlich um diese 14 Punkte steigt. Ist dies der Fall, dann bekommt der Trader nicht nur die 280,- Euro gutgeschrieben, auch seine 1000 Euro werden ausgezahlt. Dies würde einer Rendite von 28 Prozent entsprechen, etwas, was sich in der heutigen durchaus sehen lassen kann.

Welche Formen der Futures gibt es?

Der Trader hat die Auswahl, ob er auf Commodity oder auf Financial Futures setzen will. Bei den Financial Futures geht es immer um Wertpapiere wie Anleihen, Aktien oder ETFs. Bei den Commodity Futures bilden Rohstoffe die Grundlage für den Handel, wie etwa Gold oder Silber, besonders beliebt ist Öl. Vor allem der Handel mit Rohstoffen ist für einen Laien ein sehr weites Feld, was sich nur schlecht überschauen lässt. Agrarprodukte wie Getreide gehören dazu, ebenso wie die neuartigen Rohstoffe, zu denen der Wasserstoff gehört. Hier bedarf es etwas Übung, um erfolgreich zu handeln, denn Rohstoffe sind anfällig für starke Schwankungen. Daher sollten sich Anfänger noch nicht sofort mit diesen Futures befassen.

Der Handel mit Financial Futures

Bei den Financial Futures steht der jeweilige Leitindex oder ein anderer Index im Fokus. Wie die Entwicklung der Futures aussieht, ist immer von der jeweiligen Entwicklung des Indexes abhängig. Dieser Handel ist sicherer als der Handel mit Rohstoffen und daher auch besser für Anfänger geeignet. Beliebt sind die großen und bekannten Indexe wie S&P 500, der Leitindex für die Wirtschaft in den USA schlechthin. Im Deutschen Index DAX sind die 40 wichtigsten und größten Unternehmen des Landes vertreten, beliebt bei Käufern und den Händlern sind auch die DAX Futures. Der älteste Index der USA ist aber der Dow Jones, in dem die 30 größten Unternehmen Amerikas aufgelistet sind. Er gehört weltweit zu den beliebtesten Indexen.

Der Handel mit Futures ist einfach in der Handhabung und kann, mit etwas Übung, viel Geld einbringen. Wer sich für diesen Handel entscheidet, von dem viele Finanzexperten meinen, dass ihm die Zukunft gehört, sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass damit nicht nur viel Geld gewonnen, sondern ebenso schnell wieder verloren werden kann. Daher ist es immer eine gute Entscheidung, zunächst mit kleinen Beträgen in den Handel zu starten.

Bild: @ depositphotos.com / Momius

Tommy Weber