Wenn der Hund den Menschen nicht mag

Wenn der Hund den Menschen nicht mag

Dass es Menschen gibt, die Hunde nicht besonders mögen, ist bekannt, aber wie sieht es umgekehrt aus? Gibt es tatsächlich Hunde, die ihr Herrchen nicht gernhaben? Hunden wird gerne nachgesagt, dass sie den Menschen treu ergeben sind. Die Weisheit, wonach Hunde zum Menschen aufsehen, während Katzen auf ihn herabblicken, sagt viel über das Ansehen des Hundes in den Augen der Menschen aus.

Wenn Hunde einen Menschen nicht leiden können, äußert sich dies in bestimmten Reaktionen und Anzeichen. Besteht der Verdacht, dann ist es für den Besitzer des Hundes aber kein Grund für . In vielen Fällen handelt es sich nicht um echte Abneigung.

Kein Vertrauen

Falls der jede seines Besitzers sehr genau verfolgt, dann ist es ein Zeichen dafür, dass er seinem Herrchen nicht vertraut und sich in seiner Nähe nicht wohlfühlt. Immer wenn Hunde sich Sorgen über die Anwesenheit eines Menschen machen, starren sie ihn an, oder beobachten ihn aus der Ferne. Kein gutes Zeichen ist es, wenn der Hund keinen Augenkontakt zum Menschen aufnimmt. Er will auch nicht in der Nähe des Menschen sein, er beobachtet oder ignoriert ihn absichtlich.

Verhaltensforscher für Hunde wissen, warum Hunde sich so abweisend verhalten. Sie haben kein Vertrauen zu einem bestimmten Menschen, möchten es aber auch nicht auf eine Konfrontation ankommen lassen. Hunde flüchten lieber, als zu kämpfen, daher halten sie sich vom Menschen fern, aber sie haben ihn im Auge. Aus der Sicht des Hundes wird der Augenkontakt vermieden, um den Menschen nicht auf sich aufmerksam zu machen.

Wie zeigen Hunde, dass sie Angst haben?

Nicht immer ist es Abneigung, wenn der Hund sich eher zurückhaltend verhält, vielfach ist es einfach nur Angst. Die Angst vor Menschen oder vor einer bestimmten Person kann sich in der Körperhaltung des Tieres ausdrücken. Hunde, die Angst haben, kauern sich zusammen, pressen sich auf den Boden und legen die Ohren an. Klemmen Hunde den Schwanz ein, falls sie sich verstecken oder zu zittern anfangen, dann sind dies ebenfalls Anzeichen, dass der Hund sich fürchtet.

Nach Meinung von Verhaltensforschern ist es in diesem Fall nicht einfach, das Vertrauen des Hundes zu gewinnen. Die Anzeichen für Angst werden häufig bei Hunden beobachtet, die lange in einem Tierheim verbracht oder schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben.

Abstand halten

Mag der Hund einen Menschen nicht, dann kann es passieren, dass er den Raum verlässt, wenn der betreffende Mensch den Raum betrifft. Der Hund wird versuchen, nicht in die Nähe des Menschen zu kommen, er wird sich zurückziehen und sich für ein eher destruktives Verhalten entscheiden. Der Mensch sollte dann nicht den Fehler machen, hinter dem Hund herzulaufen oder versuchen, auf ihn einzuwirken. So etwas kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Hund in seiner Angst die Flucht nach vorne antritt. Er wird den Menschen durch Knurren warnen und falls dies seiner Meinung nicht den gewünschten Erfolg hat, auch zubeißen.

Hunde sind nicht bestechlich

Immer wieder wird behauptet, dass sich Hunde einfach und schnell mit Leckerlis bestechen lassen. Jeder, der sich mit Hunden auskennt, weiß, wie sehr die Vierbeiner ein solches Leckerli mögen und schätzen. Lehnt der Hund jedoch diese verlockende Köstlichkeit ab, dann möchte er nicht in der Nähe des Menschen sein, der ihm das Leckerli anbietet. Er zeigt damit sehr deutlich, dass er sich in der Gegenwart dieses Menschen nicht wohlfühlt und dass er ihm nicht vertraut.

Nur um dem Menschen einen Gefallen zu tun, wird der Hund den Bestechungsversuch nicht akzeptieren und auf einen leckeren kleinen Snack verzichten.

Auf das Fell achten

Nicht nur das Verhalten, sondern auch das Fell verraten viel darüber, ob der Hund den Menschen leiden kann oder nicht. Stellen sich die Fellhaare auf, dann hat er entweder große Angst oder fühlt sich vom Menschen bedroht. Macht der Hund den Rücken krumm, dann ist dies ebenfalls ein Zeichen für Angst, zudem kann es bedeuten, dass er den Menschen gleich anspringt. Wichtig ist es, auf die Nackenhaare des Tieres zu achten. Stellen sich die Haare des Fells zwischen den Schultern und der Wirbelsäule auf, dann ist er sehr wütend oder beunruhigt. Stellt er die Haare auf dem Rücken auf, dann fühlt er sich unwohl oder ist verängstigt.

Wenn Hunde nervös werden

Wie Menschen, so können auch Hunde eine Art nervöse Ticks bekommen. Bei Hunden ist die immer der Fall, wenn jemand in ihrer Nähe ist, denn sie nicht leiden können. Viele Hunde gähnen ausgiebig oder lecken sich die Lippen, wenn sie in Gesellschaft eines Menschen sind, der ihnen nicht zusagt. Ein ähnliches Verhalten ist sogar bei Menschen zu beobachten, wenn sie sich beispielsweise langweilen oder nervös sind, sie wippen dann mit den Beinen oder spielen mit ihren Haaren.

Was die Körpersprache verrät

Die Körpersprache eines Hundes ist für den Menschen sehr aufschlussreich. Wenn sich die Körperhaltung des Tieres versteift, bedeutet es, dass er sich in der Gegenwart eines Menschen befindet, der ihm nicht gefällt. Fühlt er sich von diesem Menschen auch noch bedroht, dann wird der Hund diesen Menschen anstarren. Macht die Person nun den Fehler und geht auf den Hund zu, vielleicht um ihn zu beruhigen, dann wird es gefährlich. Die Angst vor der Bedrohung steigt und in extremen Fällen wird der Hund knurren und schließlich auch beißen.

Hunde sind von Natur nicht aggressiv, sie verteidigen sich immer nur, wenn sie bedroht werden oder in die Defensive geraten. Beißt der Hund zu, dann dient es in erster Linie der Selbsterhaltung, es ist ein Grundtrieb, den fast alle Tiere haben. Hunde lassen sich, ebenso wenig wie Katzen, zu etwas zwingen und falls sie ihr Territorium verteidigen müssen, dann beißen sie auch.

Der Hund braucht Zeit

Um das Herz eines Hundes zu erobern, braucht es Zeit und . Wichtig ist, dass das Tier sich sicher fühlt, denn wenn dies der Fall ist, wird er sich von selbst dem Menschen nähern. Plötzliche oder unerwartete Bewegungen sollten jedoch vermieden werden, da sie das Tier erschrecken. Eine gute Strategie, um sein Herz zu erobern und um Vertrauen aufzubauen, ist es, Zeit mit den Dingen zu verbringen, die der Hund mag. Dies kann ein neues Spielzeug sein, was ihn interessiert, aber auch ein langer Spaziergang mit reichlich Auslauf.

Bild: @ depositphotos.com / Krakenimages.com

Tommy Weber